Schmerzverarbeitung und Regulation

Chronische Schmerzen und Fibromyalgie

Chronische Schmerzen betreffen Körper, Nervensystem und Alltag. Neurofeedback und Biofeedback können ergänzend zur medizinischen Behandlung auf Schmerzverarbeitung, Muskelspannung und autonome Aktivierung ausgerichtet werden.

  • Chronische Schmerzen
  • Fibromyalgie & Autoimmunerkrankungen

Wenn Schmerz bestehen bleibt

Länger anhaltende Schmerzen können Schlaf, Konzentration, Bewegung und soziale Aktivitäten beeinträchtigen. Bei Fibromyalgie treten häufig wechselnde Schmerzen, Erschöpfung, Schlafprobleme und eine erhöhte Reizempfindlichkeit gemeinsam auf.

Bei Autoimmunerkrankungen können Entzündung und Krankheitsaktivität eine wichtige Rolle spielen. Ein Regulationstraining ersetzt die medizinische Behandlung nicht.

Schmerz entsteht im Zusammenspiel mehrerer Systeme

Schmerz wird im Nervensystem verarbeitet und kann durch Muskelspannung, Schlafmangel, Stress und frühere Schmerzerfahrungen beeinflusst werden. Dabei wirken körperliche, neurologische und psychologische Faktoren zusammen.

Vor dem Training klären wir Diagnose, medizinische Betreuung, Belastbarkeit und konkrete Ziele. Bei unklaren oder neu veränderten Schmerzen ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.

Mögliche Trainingsschwerpunkte

Biofeedback kann Muskelaktivität, Atmung, Hautleitwert oder Herzratenvariabilität sichtbar machen. Neurofeedback kann ausgewählte EEG-Muster zurückmelden. Welche Messgrösse verwendet wird, richtet sich nach der Fragestellung.

  • Zusammenhänge zwischen Anspannung und Schmerz beobachten
  • Körperliche Aktivierung gezielt beeinflussen
  • Erholungsreaktionen und Schlaf mitberücksichtigen
  • Training an gute und schwierige Tage anpassen

Ergänzung, nicht Ersatz

Chronische Schmerzen, Fibromyalgie und Autoimmunerkrankungen benötigen eine passende medizinische Betreuung. Neurofeedback und Biofeedback können eine multimodale Behandlung ergänzen. Die zu erwartende Wirkung ist individuell und die Studienlage variiert nach Indikation und Verfahren.

Wirkmechanismus und Trainingsziel

Chronische Schmerzen

Mögliche Ursache

Chronischer Schmerz ist nicht nur ein Signal aus dem Körper, sondern wird massgeblich im Gehirn "gelernt" und aufrechterhalten. Eine dauerhaft veränderte neuronale Verarbeitung von Schmerzreizen kann dazu führen, dass Schmerzsignale verstärkt oder unangemessen lange wahrgenommen werden, selbst wenn die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist.

Wie Neurofeedback helfen kann

Neurofeedback trainiert das Gehirn, seine Schmerzverarbeitung neu zu regulieren und die Übererregung in schmerzrelevanten Netzwerken zu reduzieren. In Kombination mit Biofeedback (Muskelspannung, Atmung) lässt sich zusätzlich die körperliche Anspannung senken, die Schmerzen oft verstärkt.

Fibromyalgie & Autoimmunerkrankungen

Mögliche Ursache

Bei Fibromyalgie und vielen Autoimmunerkrankungen zeigt sich häufig eine zusätzliche Dysregulation des Nervensystems: Das Gehirn verarbeitet Schmerz-, Stress- und Immunsignale verändert, was Symptome verstärken und die Selbstheilungsfähigkeit des Körpers beeinträchtigen kann.

Wie Neurofeedback helfen kann

Neuro- und Biofeedback setzen ergänzend zur medizinischen Behandlung an dieser neuronalen Dysregulation an. Ziel ist es, das Nervensystem zu beruhigen, die Schmerzverarbeitung zu normalisieren und die körpereigene Regulationsfähigkeit zu stärken.

Ihre Schmerzsituation besprechen

Wir klären, welche Beschwerden im Vordergrund stehen, welche Behandlung bereits erfolgt und ob ein ergänzendes Training passend sein könnte.

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