Regulation in der Suchtbehandlung
Substanzprobleme und Sucht
Suchterkrankungen betreffen Lernen, Belohnung, Stressregulation und soziale Lebensbereiche. Neurofeedback und Biofeedback kommen nur ergänzend zu einer fachlich geleiteten Suchtbehandlung in Betracht.
- Substanzprobleme & Sucht
Konsum und Kontrollverlust
Problematischer Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenkonsum kann sich durch starkes Verlangen, Kontrollverlust, zunehmende Toleranz und Folgen für Gesundheit, Beziehungen oder Arbeit zeigen. Auch Rückfälle gehören häufig zum Verlauf.
Stress, Schlafprobleme, Angst, Depression und traumatische Erfahrungen können den Konsum beeinflussen. Sie benötigen eine eigene fachliche Abklärung und Behandlung.
Entzug und akute Risiken gehören in Fachhände
Ein Entzug kann je nach Substanz medizinisch gefährlich sein. Er darf nicht durch Neurofeedback oder Biofeedback ersetzt und nicht ohne geeignete ärztliche Begleitung durchgeführt werden.
Vor einem Training braucht es einen klaren Behandlungsrahmen, eine zuständige Fachstelle und Absprachen zum Umgang mit Krisen oder Rückfällen.
Mögliche ergänzende Trainingsziele
Neurofeedback kann auf ausgewählte EEG-Aktivität ausgerichtet werden. Biofeedback kann Stressreaktionen und körperliche Anspannung sichtbar machen. Damit lassen sich Fähigkeiten üben, die im bestehenden Behandlungsplan relevant sind.
- Frühe Stress- und Anspannungszeichen erkennen
- Regulation in konsumfreien Situationen üben
- Schlaf und Tagesrhythmus beobachten
- Ziele mit der Suchtbehandlung abstimmen
Keine alleinige Suchttherapie
Neurofeedback und Biofeedback ersetzen weder Entzug, Psychotherapie, medikamentöse Behandlung noch soziale Unterstützung. Sie können je nach Situation einen bestehenden Behandlungsplan ergänzen. Die Evidenz hängt von Substanz, Protokoll und Behandlungsumfeld ab.
Eine ergänzende Rolle klären
Teilen Sie uns mit, welche Fachbehandlung bereits besteht. Wir prüfen, ob und wie ein Regulationstraining sicher eingebunden werden kann.