Neurologische Rehabilitation

Neurofeedback nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma

Nach einem Schlaganfall oder einer Hirnverletzung können motorische, sprachliche, kognitive und emotionale Beschwerden fortbestehen. Neurofeedback kommt erst nach der Akutversorgung und ergänzend zur neurologischen Rehabilitation in Betracht.

  • Schlaganfall – Neurofeedback in der Rehabilitation
  • Schädel-Hirn-Trauma

Mögliche Folgen einer Hirnverletzung

Nach einem Schlaganfall können Bewegung, Sprache, Aufmerksamkeit, Gedächtnis oder emotionale Steuerung betroffen sein. Nach einem Schädel-Hirn-Trauma treten zusätzlich häufig Kopfschmerzen, Schwindel, Reizüberflutung, Müdigkeit oder verlangsamtes Denken auf.

Beschwerden und Erholung verlaufen individuell. Auch bei unauffälliger Bildgebung können funktionelle Schwierigkeiten bestehen, die neurologisch und neuropsychologisch eingeordnet werden müssen.

Akutversorgung und Rehabilitation haben Vorrang

Plötzlich auftretende Lähmung, Sprachstörung, Gesichtslähmung oder starke ungewohnte Kopfschmerzen sind ein medizinischer Notfall. Neurofeedback ist keine Akutbehandlung.

In der Rehabilitation werden Ziele mit den behandelnden Fachpersonen aus Neurologie, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie oder Neuropsychologie abgestimmt. Belastbarkeit, Medikamente und Anfallsrisiko werden vor einem Training berücksichtigt.

Ergänzendes Training nach der Stabilisierung

Neurofeedback kann ausgewählte EEG-Aktivität zurückmelden und wiederholtes Üben von Regulation ermöglichen. Das Protokoll richtet sich nach den vorhandenen Befunden und einem klar begrenzten Rehabilitationsziel.

  • Sitzungsdauer an Ermüdung und Reizempfindlichkeit anpassen
  • Nur ein oder wenige Ziele gleichzeitig verfolgen
  • Veränderungen in Alltag und Rehabilitation dokumentieren
  • Bei neuen Symptomen das Training unterbrechen und abklären

Neuroplastizität braucht Zeit

Rehabilitation nutzt die Fähigkeit des Gehirns, Funktionen neu zu organisieren und Strategien aufzubauen. Neurofeedback kann diesen Prozess je nach Situation ergänzen, garantiert aber keine Wiederherstellung verlorener Funktionen. Evidenz und erwartbarer Nutzen unterscheiden sich nach Verletzung und Ziel.

Rehabilitationsziel und Befunde besprechen

Senden Sie uns die relevanten medizinischen Berichte und nennen Sie das konkrete Ziel. Wir prüfen, ob ein ergänzendes Training fachlich und praktisch in Frage kommt.